Wissenswertes über Omega-3-Fettsäuren
 

Einige der langkettigen Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen Fettsäuren. Das bedeutet, dass sie von unserem Körper nicht selbst hergestellt werden können, da ihm das entsprechende Enzym dazu fehlt. Deshalb müssen wir täglich eine ausreichende Menge dieser Fettsäuren aus tierischen oder pflanzlichen Quellen mit unserer Ernährung aufnehmen, um unseren Körper ausreichend mit diesem Nährstoff versorgen zu können.

Die drei wichtigsten und bekanntesten Vertreter sind:

§                                 die Alpha-Linolensäure (ALA),

§                                 die Eicosapentaensäure (EPA) und

§                                 die Docosahexaensäure (DHA).

Alle drei Fettsäuren gehören zu der Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren und kommen hauptsächlich in verschiedenen Kaltwasserfischarten wie Hering und Makrele, oder in Pflanzenölen wie Leinsamen-, Raps- und Sojaöl vor.

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden für die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren folgende Empfehlungen ausgesprochen:
Menschen aller Altersklassen sollten täglich circa 0,5 % ihrer Gesamtenergie in Form von Omega-3-Fettsäuren aufnehmen.

 
Beispiel

Ein 70 kg schwerer Mann im Alter von 19 - 30 Jahren besitzt einen Energiebedarf von ca. 2794 kcal. Daraus ergibt sich eine empfohlene Zufuhrmenge von 0,5 % = 14 kcal aus Omega-3-Fettsäuren, und das wiederum entspricht 1-2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag.

Leider konnte aber in fast allen Studien, die bisher durchgeführt wurden, nachgewiesen werden, dass diese Empfehlungen von der deutschen Bevölkerung nicht annähernd erreicht wird.
Um den Bedarf an langkettigen Omega-3-Fettsäuren zu decken, wird schon lange von nationalen, wie z.B. der DGE, als auch von internationalen Gesellschaften, der Verzehr von 

mindestens 2 Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen. Matjeshering oder Makrele sind die beiden Fische mit dem höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (ca. 6 - 7 g pro verzehrter Portion).

Auf Grund von unterschiedlichsten Ursachen (z.B. Überfischung, Umweltkriminalität) gehen jedoch die Seefische als natürliche Ressource für gesunde Lebensmittel zurück. Deswegen sollte in der Zukunft öfter auch auf alternative Quellen für Omega-3-Fettsäuren zurückgegriffen werden.

 
Nutzen der langkettigen Omega-3-Fettsäuren

Bisher wurden den Omega-3-Fettsäuren auf Grund von klinischen, experimentellen und epidemiologischen Forschungen überwiegend eine präventive Wirkung bei Arteriosklerose und koronaren Herzkrankheiten zugesprochen. Die durch einen hohen Verzehr an Omega-3-Fettsäuren hervorgerufene Risikoreduktion beruht weitestgehend auf einer Senkung von erhöhten Cholesterinspiegeln und des Blutdrucks, einer Reduktion der Thrombozytenaggregation und einer Hemmung von Entzündungsreaktionen im Körper des Menschen.
In den letzten Jahren sind zudem auch noch eine schützende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren bei Herzrhythmusstörungen und bei Gefahr eines plötzlichen Herztod in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

 
Alternative Quellen von Omega-3-Fettsäuren

Um weiterhin den vorgegebenen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren auch nur annähernd decken zu können, sollten in Zukunft neben dem Verzehr von Kaltwasserfischen auch andere Alternativen berücksichtigt werden. Zum Beispiel ist für die Zubereitung von Salaten und anderen Speisen eine Verwendung von Omega-3-Fettsäure-haltigen Speiseölen zu empfehlen (z.B. Soja-, Raps- und Walnussöl). Auch mit diesen langkettigen Fettsäuren angereicherte Margarinesorten werden in Zukunft häufiger auf dem deutschen Markt erscheinen, die dann bedenkenlos gegen die üblicherweise verwendete Margarine ausgetauscht werden können.

Aber auch so genanntes "Functional Food", das gezielt mit Omega-3-Fettsäuren angereichert wurde, wie beispielsweise Brot, Joghurt oder Eier und NutritopTM, könnte prinzipiell eine zusätzliche Quelle für die langkettigen Fettsäuren darstellen.

 

 

Omega3 - die Schlaumacher-Säure

DHA - Natürliches Doping fürs Gehirn

Nahrung lässt Muskeln wachsen - und manchmal auch den Bauch. Aber was ist mit dem Gehirn? Kann die richtige Ernährung unsere kognitiven Fähigkeiten steigern, uns sogar klüger machen? Wissenschaftler forschen nach den Nahrungsbausteinen, die großen Einfluss auf unsere geistigen Fähigkeiten haben. Im Mittelpunkt stehen immer wieder die Omega-3-Fettsäuren.

Zur Klasse der Omega-3-Fettsäuren gehört die Docosahexaensäure, kurz DHA genannt. Es handelt sich hierbei um eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die sich insbesondere im Gehirn und in der Netzhaut befindet. Der menschliche Körper kann den wichtigen Gehirn-Baustein kaum selber bilden und muss ihn entsprechend mit der Nahrung aufnehmen


Ein DHA-Mangel kann vor allem bei Kindern zu Konzentrationsproblemen führen. Forscher der Universität von Südaustralien, Adelaide, haben einen 
Zusammenhang von Gehalt an spezifischen Omega-3-Fettsäuren mit dem Auftreten von Konzentrationsstörungen und Schulerfolg bei Kindern festgestellt. Die aufwändige, klinische Studie untersuchte den Einfluss von Schlüsselnährstoffen auf die Ausprägung von Konzentrationsproblemen bei Kindern zwischen 7 und 12 Jahren. Dabei zeigten die Kinder mit einem niedrigen DHA-Gehalt in den Zellstrukturen signifikant schlechtere Konzentrations- und Lernwerte als Kinder mit einem hohen DHA-Wert.

Besorgte Eltern können auf Symptome achten, die bei Fettsäure-Mangel auftreten:
- emotionale Überempfindlichkeit, niedrige Frustrationstoleranz
- Probleme, eine Arbeit bzw. ein Spiel zu Ende zu führen
- Neigung zu Flüchtigkeitsfehlern
- trockene, schuppige Haut und trockenes, strohiges Haar
- scheinbare Abwesenheit (Kind hört nicht zu)
- häufiges Wasserlassen
- Lichtempfindlichkeit bei Helligkeit
- eingeschränktes Sehvermögen bei Dunkelheit
- Ein- und Durchschlafstörungen

Ernährungsexperten empfehlen grundsätzlich die vermehrte Zufuhr von Docosahexaensäure. Bei Fettsäure-Mangel spricht grundsätzlich nichts dagegen, die erforderlichen Nährstoffe über entsprechende Nahrungsmittel wie
NutritopTM zuzuführen.

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Omega-3-Fettsäuren halten Herz und Gefäße gesund und sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns und der Augen.

 

 

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